Wohnmobilrundreise im Frühling 2018

Albanien

Udhëtoni me motorhome në Shqipëri

Deutschland - Österreich - Slowenien - Kroatien - Bosnien-Herzegowina - Montenegro - Albanien

Seit meiner letzten Reise nach Albanien im Sommer 2010 hat sich in dem Land viel verändert und ich freue mich darauf, alte und neue Plätze wieder zu entdecken. Nach meinen schönen Erfahrungen meiner Frühlingsreisen ist diesmal nach vielen Jahren wieder Albanien mein Reiseziel. Los ging es für gut drei Wochen bereits Ende März, noch vor dem Osterwochenende. Die Wohnkabine ist aufgesattelt und es geht über den Landweg nach Albanien.

Am Abend gestartet über Regensburg bis nach Österreich, wo ich abseits von der Autobahn bei Micheldorf (Heiligenkreuz) einen ruhigen Stellplatz finde. 7 Grad und Regen, gut dass die Wohnkabine eine Diesel-Standheizung hat. In Österreich nochmal eingekauft und vollgetankt komme ich über Slowenien und Zagreb (Kroatien) am Abend bei Zadar ans Meer. Nach einem kurzen Stop an dem Fransko Jezera, endlich weg von der Autobahn, geht es zur Küstenstraße. Nach etwa 1000 km ist mein erster Campingplatz der „Camp Roko“ bei Drage, wo mich der Besitzer Milan freundlich als einzigen Gast begrüßt und, da der Campingplatz noch nicht vollständig arbeitet, für eine kostenlose Übernachtung einlädt. Schöner Platz bei kühlen 15 Grad direkt am Meer. Am nächsten Tag weiter entlang der kroatischen Küste mit Besichtigungshalt in Sibenik und Trogir bei einem der wenigen bereits geöffneten Campingplätze (Camp Ciste bei  Drvenik) übernachtet. Wir sind sogar insgesamt drei Wohnmobile und abends kocht die Campingplatzbesitzerin Cevapcici. Der nächste Tag ist grau und regnerisch aber zum Fahren ja egal. Bei der kurzen Durchfahrt durch Bosnien-Herzegowina in Neum für ein paar Mark vollgetankt. Ja, hier gibt es die bosnische Mark und der Sprit (gut 1 € der Diesel) dürfte der preiswerteste auf der Tour sein. Vorbei an Dubrovnik nach Montenegro eingereist. Grüne Versicherungskarte vorgezeigt und ein Stempel im Paß!

 

Heiligenkreuz, Micheldorf
Heiligenkreuz, Micheldorf
Sibenik - Kroatien
Sibenik - Kroatien
Trogir - Kroatien
Trogir - Kroatien
Fransko Jezero - Kroatien
Fransko Jezero - Kroatien
Sibenik - Kroatien
Sibenik - Kroatien
Küstenstraße Kroatien
Küstenstraße Kroatien
Camp Roko, Drage -Kroatien
Camp Roko, Drage -Kroatien
Trogir - Kroatien
Trogir - Kroatien
Camp Ciste
Camp Ciste

Durch Montenegro bis kurz hinter Bar gefahren und dort am "Camping Olivia" in

Uvala Maslina – Utjeha-Bar auf einem super gepflegten Platz als einziger Gast (11,50 € für 1 Pers., Camper, Strom und Internet) unter Olivenbäumen genächtigt. Am nächsten Morgen ist es nicht mehr weit zur albanischen Grenze (Übergang Muriqan). Einreise ging flott und ohne Probleme. Bis zur Grenze bin ich von zu Hause 1500 km gefahren. Shkodra begrüßte mich leider mit schlechtem Wetter und der einzige geöffnete Campingplatz "Legjenda" am Ortsrand der Stadt war nach einer Überflutung wieder mit etwas Improvisation funktionsfähig. Abends im Restaurant am Platz (Pizza und 2 Bier für 7.- €) gegessen und gut geschlafen.

Camping Olivia, bei Bar, Mne
Camping Olivia, bei Bar, Mne
Shkodra, Fußgängerzone
Shkodra, Fußgängerzone
Grenzübergang Muriqan
Grenzübergang Muriqan
Shkodra, Bleimoschee
Shkodra, Bleimoschee
viel Verkehr in Shkodra
viel Verkehr in Shkodra
Camping Legjenda, Shkodra
Camping Legjenda, Shkodra

Am nächsten Morgen scheint die Sonne. Nach einer Stadtbesichtigung in Shkodra die historische osmanische Mes-Brücke nordwestlich von Shkodra angesehen und dann weiter über Shengjin und Kruja Richtung Tirana. Shengjin, ein Ort an der Adria ist kaum mehr wiederzuerkennen, er wurde zu einer Hotelstadt ausgebaut, um im Sommer die Masse einheimischer und kosovarischer Besucher aufzunehmen.

Shkodra
Imbiss in Shkodra
Shkodra
Park in Shkodra
Shengjin
Shengjin
Kruja
Kruja
Shkodra
Fußgängerzone Shkodra
"Blumen" aus Waffen, Shkodra
"Blumen" aus Waffen, Shkodra
bei Shengjin
bei Shengjin
Kruja, Basar
Kruja, Basar
Shkodra
Shkodra, Stadtmitte
Mes-Brücke
Mes-Brücke
Kruja, Skanderbeg-Museum
Kruja, Skanderbeg-Museum
Musiker, Kruja
Musiker, Kruja

Gut 15 km von Tirana entfernt besuchte ich bei Kashar den „Camping Tirana“, abseits und absolut ruhig an einem See gelegen. Sehr schön angelegter Platz mit guten Sanitäranlagen und freundlichem Empfang für faire 8.- €. Am nächsten Tag stand der Besuch von Freunden und die Besichtigung der Hauptstadt Tirana an. Die Stadt hat such zu einer modernen europäischen Großstadt gewandelt. Inzwischen leben fast 1/3 der albanischen Bevölkerung im Raum Tirana. Einkaufszentren nach amerikanischem Vorbild befinden sich im Umland. Der Skanderbeg-Platz, das Zentrum der Stadt, wurde wieder einmal neu gestaltet und ist inzwischen Fußgängerzone, unter dem Platz eine Tiefgarage. Eine quirlige und sehenswerte Stadt in der ich die alten Wohngebäude aus sozialistischer Zeit suchen muss. Der Verkehr ist immens und chaotisch. Zahlreiche Gaststätten und Kaffee´s sind gut besucht und für unsere Verhältnisse preiswert. Es ist zu spüren, dass auch hier versucht wird, die Stadt durch die Neuanlage von Parks, Fußgängerzonen und Fahrradwegen lebenswert für seine Einwohner zu gestalten.

Camping Tirana
Camping Tirana
Tirana, Nationalmuseum
Tirana, Nationalmuseum
Tirana, Rinia-Park
Tirana, Rinia-Park
Tirana, Bunker-Denkmal
Tirana, Bunker-Denkmal
Tirana, Baustelle Stadion
Tirana, Baustelle Stadion
Schnellstraße nach Tirana
Schnellstraße nach Tirana
Tirana, Skanderbeg-Platz
Tirana, Skanderbeg-Platz
Tirana
Tirana
Tirana, ehem. Pyramide
Tirana, ehem. Pyramide
Tirana
Tirana
Tirana, Skanderbeg-Platz
Tirana, Skanderbeg-Platz
Tirana, Fahrradwege
Tirana, Fahrradwege
Tirana, Moschee-Neubau
Tirana, Moschee-Neubau
Tirana, Universität
Tirana, Universität
TEG - Einkaufszentrum
TEG - Einkaufszentrum

Von Tirana ging es weiter zu dem bereits seit vielen Jahren bestehenden Camping Pa Emer bei Kavaja. Noch hat die Saison nicht begonnen und es wird kräftig „aufgehübscht“, Standplatz für 12 € direkt am Strand. Nach einiger ruhigen Nacht Weiterfahrt Richtung Saranda entlang der Küste. Vlora, nach Durres die zweitgrößte (Hafen-) Stadt am Meer ist ebenfalls fast komplett neu gebaut, nur vereinzelt sind noch ältere Gebäude aus dem sozialistischen Albanien zu finden. Die vielen neu gebauten Hochhausappartements warten teilweise noch auf Bewohner.

Camp Pa Emer, Kavaja
Camp Pa Emer, Kavaja
Vlore
Vlore
Künstliche Insel am Camp
Künstliche Insel am Camp
Vlore, Radweg an Promenade
Vlore, Radweg an Promenade
Vlore
Vlore
Vlore
Vlore

Eingekauft und über den Llogora-Pass weiter gen Süden. Die Straße ist in einem guten Zustand und die Aussicht über das ionische Meer, die albanische Küste bis nach Korfu ist atemberaubend. Immer wieder ein Erlebnis!  Auch entlang der albanischen Riveria wurde und wird viel gebaut und die Orte neu und liebevoll gestaltet. In den Sommermonaten ist auch hier viel Betrieb, jetzt noch ganz entspannt.  An einem einst einsamen Strand nach dem Paß entsteht nun eine Appartementanlage, leider kein Platz mehr für uns Camper. Schön der Ort Dhermi, der mit seinen vielen, teilweise noch alten weiß getünchten Wohnhäusern am Hang über dem Meer klebt. Auch hier viele Übernachtungsmöglichkeiten, eine gute Einnahmequelle für die hier lebende Bevölkerung und auch für ausländische Investoren. Bei Himara-Livadh hab ich dann den geöffneten Campingplatz "Moskato" gefunden. Der gepflegte Platz in Strandnähe verfügt über neue Sanitäranlagen, die sich wirklich sehen lassen können.

 

bei Orikum SH 8
bei Orikum SH 8
Talfahrt vom Llogora-Pass
Talfahrt vom Llogora-Pass
Strand südl. des Passes
Strand südl. des Passes
am Llogora-Pass
am Llogora-Pass
Ausblick vom Pass
Ausblick vom Pass
Dhermi
Dhermi
Wasser tanken am Pass
Wasser tanken am Pass
faszinierende Aussicht
faszinierende Aussicht
Camping Moskato, Himara
Camping Moskato, Himara

Nach einer angenehmen und ruhigen Nacht gehts am nächsten Morgen entlang der albanischen Riviera weiter Richtung Süden. Der Küstenort Himara hat sich fein herausgeputzt und eine schöne Promenade angelegt. Zwischenstopp dann bei der Festung Porto Palermo. Neben der Festung von Ali Pascha Tepelena aus dem 19. Jahrhundert die ehemalige U-Boot-Basis, früher alles militärisches Sperrgebiet. Nächster Halt ist der Ort Borsh, den ich schon von vielen früheren Reisen kenne. Es ist mit 6 km der längste Strand der albanischen Riviera, obwohl beliebtes Ferienziel alles noch wie eh und je ziemlich improvisiert. Hier findet sich ein netter freier Übernachtungsplatz und die derzeit einzige geöffnete Kneipe versorgt mich sehr gut.

Promenade Himara
Promenade Himara
Porto Palermo
Porto Palermo
Porto Palermo
Porto Palermo
Strand Borsh
Strand Borsh
Himara
Himara
Festung Porto Palermo
Festung Porto Palermo
Qeparo
Qeparo
Mein Stellplatz in Borsh
Mein Stellplatz in Borsh
Küstenstraße SH8
Küstenstraße SH8
Festung Porto Palermo
Festung Porto Palermo
Bucht von Borsh
Bucht von Borsh
Borsh-Dorf
Borsh-Dorf

Von Borsh geht et weiter entlang der Küstenstraße, vorbei an potentiellen freien Übernachtungs- oder Pauseplätzchen zur Hafenstadt Saranda. Die Stadt profitiert von ihrer Nähe zur griechischen Insel Korfu, von der neugierige Touristen erstmals albanischen Boden betreten. Seit einigen Jahren auch hier ein Bauboom, der einen Bade- und Strandort entstehen lies. Für viele über Griechenland (Fähre Igoumenitsa) einreisende Wohnmobillisten der erste Stopp in Albanien. Auch ich lasse mich auf dem Campingplatz "Sunset" im nahen, südlich gelegenem Ort Ksamil nieder. Die Aussicht aufs Meer ist schön, die Ausstattung des Platzes (10.- €) allerdings die schlechteste, die ich im ganzen Land vorgefunden habe.

Bunec-Strand
Bunec-Strand
Lukove-Strand
Lukove-Strand
Saranda
Saranda
Seilfähre bei Butrint
Seilfähre bei Butrint
"Bausünden"
"Bausünden"
Bunec-Strand
Bunec-Strand
Mittagspause - Lukove-Strand
Mittagspause - Lukove-Strand
Saranda
Saranda
bei Butrint
bei Butrint
Camp Sunset, Ksamil
Camp Sunset, Ksamil
Bunec-Strand
Bunec-Strand
Saranda
Saranda
Saranda - Uferpromenade
Saranda - Uferpromenade
Butrint
Butrint
Ksamil
Ksamil

Von hier geht es weiter über das ehemalige Kloster Mesopotam und das sehenswerte Naturphänomen Syri i Kalter (Quelle Blaues Auge) nach Gjirokaster. Besonders zu der Quelle lohnt der Abstecher auf etwa 2 km holpriger Piste. Die Quelle lässt pro Sekunde 6 Kubikmeter Wasser austreten, das in den schönsten Blau-, Grün- und Gelbtönen schillert.

Die am Berghang gebaute Stadt Gjirokaster mit seinen historischen Steinhäusern und der Festung war während des Sozialismus Museumsstadt und steht heute auf der UNESCO-Welterbeliste. Leider sind viele der historischen Steinhäuser in einem schlechten baulichen Zustand, die Abwanderung von Teilen der Bevölkerung in der Altstadt ist spürbar. Weitere Anstrengungen sind erforderlich, um diese osmanisch geprägte Stadt zu erhalten. Übernachtet nach der Besichtigung am nahe gelegenem Campingplatz Gjirokaster (8.- €).

Kirche Mesopotam
Kirche Mesopotam
Syri i Kalter
Syri i Kalter
Brücke bei Gjirokaster
Brücke bei Gjirokaster
Gjirokaster
Gjirokaster
Zufahrt zu Syri i Kalter
Zufahrt zu Syri i Kalter
Syri i Kalter - Blaues Auge
Syri i Kalter - Blaues Auge
Gjirokaster
Gjirokaster
Gjirokaster Festung
Gjirokaster Festung
Weg zur Quelle
Weg zur Quelle
Kirche am Wegesrand
Kirche am Wegesrand
Gjirokaster
Gjirokaster
Gjirokaster
Gjirokaster

Von Gjirokaster folge ich der gut ausgebauten Schnellstraße SH2 nach Tepelena. Diese typisch albanische Stadt hat ihr Aussehen größtenteils zu Zeiten des Sozialismus erhalten, der Ortskern wurde neu gestaltet. Ein Stück weiter verlasse ich die Schnellstraße und folge der früheren Hauptroute Richtung Fier. Diese Straße bin ich bereits vor vielen Jahren gefahren. Jetzt erlebe ich einen Zeitsprung, Straße und Orte blieben fast unverändert, lediglich der Verkehr auf der schlechten Straße hat abgenommen. Der Weg führt mich durch das Erdöl-Fördergebiet Albaniens mit der Stadt Ballsh. Entlang der Straße stehen überall die Fördertürme und –pumpen noch aus Zeiten des Sozialismus, die teilweise noch in Betrieb sind. Der Boden um die maroden Förderanlagen ist ölverseucht wie vor 25 Jahren. Das trieste heruntergekommene Städtchen Ballsh muss man nicht gesehen haben. Die dortige Erdölraffinerie aus dem Jahr 1978 war noch bis vor kurzem in Betrieb, aktuell arbeitet die Anlage nicht mehr, weil die Arbeiter ausstehende Löhne nicht erhalten haben. Die Stadt Kukove, es ist übrigens die einzige sozialistische Stadtneugründung, die 1951 den Namen Stalinstadt erhielt, sieht nicht viel besser aus. Verfallene Fabrikanlagen, kontaminierter Boden und sozialistischer Wohnbau. Irgendwie scheint hier die Zeit fast stehengeblieben. Etwa 12 km vor Berat besuche ich in den gut ausgeschilderten „Berat Caravan“ Campingplatz (10.- €), wo ich freundlich mit einem Frapee empfangen und im Restaurant am Platz abends gut verköstigt werde.

Tepelena
Tepelena
Ölförderturm bei Ballsh
Ölförderturm bei Ballsh
Wohnblocks Ballsh
Wohnblocks Ballsh
Kukove
Kukove
Tepelena
Tepelena
Ölförderung
Ölförderung
Bahnverkehr ist eingestellt
Bahnverkehr ist eingestellt
Kukove
Kukove
Tepelena
Tepelena
Raffinerie Ballsh
Raffinerie Ballsh
Kukove
Kukove
Tankstellen-Ruine
Tankstellen-Ruine

Am nächsten Morgen geht es nach so viel Grausamkeiten weiter nach Berat. Berat gilt als eine der schönsten Städte Albaniens. Die kleine gut erhaltene osmanische Altstadt, auch ein Weltkulturerbe, auf beiden Seiten des Flusses Osum und die hoch über der Stadt liegende Festung lohnen einen Besuch. Auch die quirlige Neustadt mit seiner Universität wurde größtenteils neu gestaltet und im Fußgängerbereich ist mächtig was los. Hier treffe ich ausländische Touristen, auch eine Reisegruppe, die mit LIDL-Reisen das Land besucht.

Berat
Berat
Berat
Berat mit Fluss Osum
Berat
Berat, Blick von der Festung
Berat
Berat
Berat
Berat, Fußgängerzone Neustadt
Berat, Hochzeitspaar
Berat, Hochzeitspaar
Berat
Berat, Altstadtgasse
Berat
Berat, Festung
Berat
Berat, Kirche Hl. Dreifaltigkeit

Nach einer ausgiebigen Stadtbesichtigung fahre ich auf Nebenstraßen nach Elbasan. Die mittelalbanische Stadt am Fluss Shkumbin mit seinen gut 120.000 Einwohnern und einer eigenen Universität ist die viertgrößte Stadt des Landes. Gut erhaltenen ist die Stadtmauer und die in der ehemaligen bewohnten Festungsanlage liegende Königsmoschee. Am Stadtrand befindet sich das riesige ehemalige Stahlwerk, das mit chinesischer Unterstützung 1974 errichtet wurde und den Namen "Stahl der Partei" trug. Heute wird in einem Teil der Anlage Altmetall von einem türkischen Betreiber recycelt.

Brücke über den Shkumbin
Brücke über den Shkumbin
Elbasan
Elbasan
Elbasan
Elbasan
Elbasan
Elbasan
Elbasan
Elbasan, Königsmoschee
Elbasan
Elbasan

Von Elbasan folge ich der SH3 Richtung Ohridsee bis zur Kleinstadt Librazhd, wo ich auf die größtenteils nicht asphaltierter Nebenstraße in den Nationalpark Shebenik-Jabllanice (albanisch Parku Kombëtar Shebenik-Jabllanicë) abbiege.Der Nationalpark in Ostalbanien hat eine Fläche von über 339 Quadratkilometern. Er umfasst die Bergketten Jablanica und Shebenik an der mazedonischen Grenze nördlich des Ohridsees. Da es schon spät geworden ist finde ich einen ruhigen freien Übernachtungsplatz in der Stille der Berge.

Dorf an der SH3
Dorf an der SH3
Schotterpiste Nationalpark
Schotterpiste Nationalpark
Librazhd
Librazhd
Übernachtungsplatz
Übernachtungsplatz
Nationalpark Shebenik-Jabl.
Nationalpark Shebenik-Jabl.
Sonnenuntergang
Sonnenuntergang

Nach einer ruhigen Nacht ohne den Besuch der hier lebenden Bären, Wölfen und dem stark gefährdeten Balkanluchs hopple ich auf der staubigen Piste durch die beeindruckende Berglandschaft, nur selten sind bewohnte Bauernhäuser anzutreffen. Der Nationalpark wurde erst 2008 eingerichtet und ist damit einer der jüngsten Nationalparks Albaniens. Zusammen mit einem geplanten Nationalpark auf mazedonischer Seite könnte ein 500 Quadratkilometer großes Schutzgebiet entstehen. Beim Dorf Fushe Studen erklären mir in dem neu erbauten Besucherzentrum freundliche Mitarbeiter des Nationalparks eine kleine liebevoll gestaltete Ausstellung. Am Nachmittag erreiche ich mein Tagesziel Peshkopi, wo ich mich auf dem Campingplatz (ca. 7,50 €) niederlasse. Der Besitzer empfängt mich als einzigen Gast freundlich und lädt mich zu türkischen Kaffee ein.

Bauernhof im Nationalpark
Bauernhof im Nationalpark
Dorf Fushe Studen
Dorf Fushe Studen
Denkmal aus vergangener Zeit
Denkmal aus vergangener Zeit
Peshkopi
Peshkopi
Bergdorf im Nationalpark
Bergdorf im Nationalpark
im Besucherzentrum
im Besucherzentrum
Peshkopi
Peshkopi
Peshkopi
Peshkopi
Bauernhaus im Nationalpark
Bauernhaus im Nationalpark
Nationalpark
Nationalpark
Campingplatz Peshkopi
Campingplatz Peshkopi
Peshkopi
Peshkopi, Fußgängerzone

Nach Bummel und Restaurantbesuch am Abend in Peshkopi geht es morgens weiter durch die nordalbanischen Berge über Radomire nach Kukes. Die Stadt liegt vor der imposanten Kulisse des Pashtrik-Gebirges, das die Grenze zum Kosovo bildet. Die Stadt selbst wurde erst 1968 errichtet, nachdem die alte Stadt in einem Stausee, der den Weißen Drin aufstaut und ein Wasserkraftwerk betreibt,  unterging. Kukes ist übrigens die einzige Stadt, die für den Friedensnobelpreis nominiert war, nachdem die Stadt während des Kosovokrieges 1998 und 1999 etwa 100.000 Kosovo-Albaner aufnahm.

unterwegs nach Kukes
unterwegs nach Kukes
Kukes
Stausee Kukes
verbreitetes Transportmittel
verbreitetes Transportmittel
Kukes
Hauptplatz in Kukes
Gebirgsdorf
Gebirgsdorf
Kukes
Kukes

Nach einem kurzen Stadtrundgang fahre ich weiter auf der kurvenreichen, landschaftlich reizvolle Landstraße über Fushe Arrez und Puke zu meinem nächsten Etappenziel, dem Koman-Stausee. Die Orte unterwegs in der (ehemaligen) Bergbauregion haben nichts sehenswertes zu bieten. Nach langer und anstrengender Fahrt erreiche ich am Abend den Campingplatz Natura kurz vor dem Staudamm des Koman-Stausees und freue mich über mein wohlverdientes Feierabendbier.

Landschaft Bezirk Mirdite
Landschaft Bezirk Mirdite
Vau-Stausee
Vau-Stausee
sozialistische Industrieruine
sozialistische Industrieruine
Hotel, Camping Natura
Hotel, Camping Natura
unterwegs zum Koman-Stausee
unterwegs zum Koman-Stausee
Camping Natura
Camping Natura